Pfeifer und Nachhausegeher

Keine Frage, die Nationalmannschaft kam heute abend unter die Räder und hat alles andere als gut gespielt. Entschuldigungen a la „ersatzgeschwächt“, „bereits qualifiziert“, „hängengelassen“, „unfitte Rekonvalenszenten“ zählen nicht. Die Tschechen entlarvten mit spielerischer Klasse und einer bombensicheren Abwehr die Schwächen, die die kämpferisch bemühten aber im Grunde harmlosen Iren bereits anklingen liessen. Das ist schade, aber kein Beinbruch. Damit komme ich zurecht. Unakzeptabel sind dagegen die Pfiffe und das vorzeitige Verlassen des Stadions des offensichtlich verwöhnten Münchener Publikums. Wenn man wirklich Anhänger einer Mannschaft ist, dann leidet man stumm, aber man fällt seinem Team nicht in den Rücken. Und man bleibt gefälligst bis zum Schluss da und spendet aufmunternden Applaus. Fußball tut manchmal weh. Wer das nicht versteht oder nicht aushalten kann, der soll sich Synchronschwimmen anschauen. Wer schon einmal mit 3500 anderen Unentwegten an einem regnerischen Tag eine schwache Regionalligapartie auf dem Aachener Tivoli verfolgen musste, weiß genau, wovon ich schreibe. Man munkelt ja, der Gruppenzweite bekäme eventuell eine einfachere Gruppe zugelost. Also, passt doch!

Note to self: Verdammt kalt in der Eifel, vor allem im Rollerblindflug. Musik: The Doors

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