Remmidemmi

FW

Wahrscheinlich waren die allermeisten musikbegeisterten Oecher gestern woanders, zum Beispiel im Jakobshof, da gabs Reggae, angeblich guten, mag ja sein. Wer mehr auf die härteren Töne abfährt, der fand sich im Mubu ein. Übersichtlich, sehr übersichtlich.

Zu cobe brauche ich nichts mehr zu schreiben, es finden sich zahlreiche Beiträge zu dieser Kapelle im Archiv dieses Blogs. Deshalb nur gute Besserung an die schwer erkälteten Bengt und Jochen (wenn nix anderes mehr hilft, der Slivo hilft bestimmt) und direkt zu Nancy Breathing aus Gladbeck. Also erst mal muss man dem gewaltigen Tross Respekt zollen, der sich nach Westen aufgemacht hatte. Die Gerüchteköche behaupten ja, der Massenauflauf hätte sich am Bandbier im Backstage-Bereich so gründlich gütlich getan, dass die local Heroes nüchterner blieben, als sie eigentlich wollten. Davon abgesehen will ich mal festhalten, dass sich dieses NuMetal-Emocore-Dingens inzwischen einfach überlebt hat. Man will das eigentlich nicht mehr hören. Ansonsten gibt es ein Pünktchen für geiles Gebrülle und eins für das Tool-T-Shirt. Für den Klargesang und die schlampige Arbeit am Schlagzeug (die Wirbel auf den Toms, furchtbar, sorry) muss ich aber zwei abziehen. Eine Nullnummer also. Naja.

Headliner und eigentliche Gastgeber des Abends waren Freakwave, die ihre erste CD vorstellten. Sie nennen es „Groovecore“, ich nenne es klassischen Old School 90er Jahre Crossover. Wer nun aber denkt, dass das ein bisschen angestaubt rüberkommt, der täuscht sich. Abgesehen davon, dass die vier bemerkenswert tight unterwegs sind, liefern sie auch noch eine unglaublich dynamische Performance, die überhaupt nicht aufgesetzt rüberkommt. Extrapunkte gibt es für die Lochjeans und das Sixpack des Bassisten und für lustiges Gehopse und launige Ansagen. Naja, und dass der Kessi verdammt geil trommeln kann, das wussten wir ja schon vorher. Bei der Herstellung der CD hatte ein gewisser Peter, der natürlich auch anwesend war, seine Finger im Spiel. Vielleicht ist es dessen unheiliger Geist, der dafür verantwortlich ist, dass die Monsterwelle insgesamt ein bisschen abgehoben wirkt. Das nächste große Ding aus Aachen? Das Potential ist da, ich wünsche ihnen nichts Schlechtes. Ach ja: Das Artwork (CD, Webseite, usw.). Scheusslich. Wirklich.

Note to self: Wund. Ohne Fleiß kein Preis. Musik: Cloudkicker.

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