Warum halb vier?

Gestern Abend war Fußball-Doku-Schwerpunkt auf 1 Festival und es gab Bemerkenswertes zu sehen. Unter anderem den Film „Warum halb vier?“ den ich nicht nur allen Liebhabern des runden Leders wärmstens empfehlen kann. In eindrucksvollen Interviews (bei denen man nie die Fragen, sondern nur die Antworten mitbekommt) versuchen die Macher des Streifens sich der Frage anzunähern, was Fußball mit seinen Anhängern macht, was es bedeutet Fan eines Vereins zu sein und was sich in den letzten Jahrzehnten der Geschichte des Sports verändert hat. Eine Liebeserklärung zweifellos und sehr berührend und wenn Manni und Heinz während des Abspanns gen Horizont gehen, dann versteht man sich selbst ein bisschen besser.

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Fast ebenso genial war die darauf folgende Doku „Referees at work“, die sich mit den Unparteiischen bei der letzten Europameisterschaft beschäftigt, und zumindest bei mir dafür gesorgt hat, dass mir beim nächsten Stadionbesuch kein „Schieber“ oder „Schwarze Sau“ mehr über die Lippen kommt. Wer hätte gedacht unter welchem Druck die Referees agieren, wie heftig ihnen nach den Spielen die eigenen Fehler von Offiziellen der Verbände unter die Nase gerieben werden. Ein echter Augenöffner, bei dem auch der mitgeschnittene Sprechfunk der Schiedsrichter zu hören ist. Beispielhaft hier einige Szenen von Howard Webb und Co. Der englische Schiedsrichter sah sich übrigens nach dem Spiel mit Morddrohungen aus Polen konfrontiert:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=XOaxTdoIgT0&fs=1&hl=de_DE]

Eigentlich müsste jetzt noch ein Ausschnitt meines Lieblingsfilms über Fußball folgen. Er heißt „Finale“ und zeigt Zuschauer (!) des Endspiels zwischen Brasilien und Italien 1994 rund um den Globus. Absolut sehenswert.

Note to self: Da ist was im Busch. Musik: Einstürzende Neubauten, Eels.

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