Bittersüß

Die 88. Minute auf dem Tivoli. Hertha BSC führt 5 zu 0 gegen die Alemannia. Die Schwarz-Gelben haben während der gesamten Spielzeit sehr mutig nach vorne gespielt, 55% Ballbesitz, 4 zu 3 Ecken. Im Grunde genommen stimmt alles, bis auf das katastrophale Ergebnis. Schon zur Pause führten die Berliner mit drei Toren. Hyballa brachte einen zweiten Stürmer und zwei offensive Mittelfeldspieler, mehr Risiko geht nicht. Die Herthaner nutzten ihre Chancen kaltschnäuzig im Stile einer Spitzenmannschaft.

Man könnte von einem desolaten Nachmittag sprechen, aber das entspräche nicht den wirklichen Verhältnissen. Während der ganzen Spielzeit waren keine Pfiffe zu hören und kurz vor Schluss feiern die Aachener Fans ihre Mannschaft, so muss das sein. Vor ein, zwei Jahren war das noch ganz anders, aber da wurde eben auch kein moderner Angriffsfußball, sondern verkrampftes Rumpelgekicke geboten. Man wird den guten einstelligen Platz in der Tabelle behalten, auch das steht schon fest und das entspricht auch dem, was man für diese Saison im günstigsten Falle erwarten durfte. Die nächsten Punkte holen wir dann eben in Ingolstadt.

Nach dem Schlusspfiff geht die Mannschaft in die Kurve, die eigentlich eine kurze Gerade ist, und wird gefeiert. Ich bin ein bisschen gerührt.

Note to self: Kräftig buckeln? OK, aber dann mit Provision! Musik: keine, Fußball.

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