It`s the DNA, stupid!

Also eins vorweg: Ich bin kein bisschen homophob, wirklich nicht. Wer sich zu wem aus welchen Gründen auch immer besonders hingezogen fühlt, das ist mir piepegal. Ich befürworte die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner und finde die einschlägigen Witzchen über Guido Westerwelle geschmacklos, auch wenn die politischen Ziele dieses Mannes nicht weniger geschmacklos sind.

Allerdings bin ich der Ansicht, dass gleichgeschlechtliche Paare auf eines verzichten müssen: Auf eigene Kinder nämlich. Zwar gibt es aus meiner Sicht keinen Grund Schwulen oder Lesben die Adoption zu verweigern, aber die Verwendung von gespendeten Ei- und Samenzellen, der Umweg über Leihmütter etc. sollte generell (also bei Homo- und Heterosexuellen) verboten sein. Das hängt damit zusammen, dass ich angesichts eines vor Menschen überquellenden Erdballs alle Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin die natürlichen biologischen Schranken zu überwinden für überflüssig und zutiefst egoistisch halte.

Wenn also ein lesbisches Paar, oder vielmehr eine Hälfte des Paares, mit Hilfe eines nicht anonymen Samenspenders ein Kind bekommt, so wie man es heute auf SPON nachlesen kann, dann darf man schon eine gewisse selbstsüchtige Grundhaltung unterstellen. Insofern kann es auch nicht überraschen, wenn die gut verdienenden Mütter plötzlich mit Unterhaltsforderungen an den Samenspender herantreten. Und der Spender hätte sich beizeiten über die gesetzlichen Grundlagen informieren sollen, denn die hinken hinter den technischen Möglichkeiten schwer hinterher. Der genetische Vater ist und bleibt der Vater und das schöne Wort „pater semper incertus est“ gilt heutzutage nicht mehr, auch nicht im Fall einer anonymen Samenspende, denn die ist in Wirklichkeit ja gar nicht anonym.

Der hilfsbereite Spender im geschilderten Fall darf getrost als naiv und ausgenutzt bezeichnet werden und die Empfängerinnen als durchtriebene, egozentrische, verachtungswürdige Miststücke. Zu hart? Warum hat die soziale Mutter (also die Hälfte des Paares, die aus genetischer Sicht kein Elternteil des Kindes ist) „ihr“ Kind nicht adoptiert? Das wäre doch eine saubere Lösung gewesen, denn in dem Fall hätten keine Unterhaltsansprüche gegen den biologischen Vater mehr bestanden. Das wollte sie offenbar nicht. Hm, ich sags ja: Miststücke!

Note to self: Wenn nicht jetzt, wann überhaupt? Musik: ANNA1, Ulcerate.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.