Kein Bier

Was für ein Tag: CSS, PHP und MySQL von kurz nach 8 bis halb 10 am Abend. Codezeilen schwirren mir durch den Kopf, aber jetzt ist Feierabend. Und was gönnt sich ein Mann für gewöhnlich zum Feierabend? Richtig, ein schönes kühles Bier.

Nun habe ich immer noch feste und flüssige Überbleibsel von vergangenen Feierlichkeiten im Kühlschrank, die aufgezehrt werden wollen. Deshalb gab es zum Mittagessen die letzten zwei Stücke eines doch schon etwas angetrockneten und aus der Form geratenen Stachelbeer-Fladens. Und zum Feierabend gibt es ein Blond-Bier, also so ein Modegetränk in der Weißglasflasche, dass nur aus zwei Gründen hier existiert: Einerseits, weil die Brauer dem fortwährenden Rückgang des Konsums von Hopfenkaltschale durch die Einführung hipper Bierprodukte Einhalt gebieten wollen. Und andererseits, weil ich eigentlich ein paar Fläschchen für einen Liebhaber von süßen Bier-Limo-Mischgetränken zur Party besorgen wollte und mich schlicht vergriffen habe. Deshalb blieben ganze 5 Einheiten „Bit Sun“ übrig, die es nun zu beseitigen gilt.

BS

Also öffne ich mir einen Behälter und nehme einen großen Feierabendschluck. Uff! Was ist das? Es ist schön kühl, aber Hopfen? Fehlanzeige. Malz im Antrunk? Fehlanzeige. Irgendwas Spannendes im Abgang? Nö, nix. Das einzige Geschmackserlebnis, dass dieses so genannte Bier („Milder Genuss“) transportiert, ist ein metallisches, dumpfes, labbriges Gefühl auf Zunge und Gaumen.

Ich nehme an, dass ich für derlei Getränke einfach zu alt, zu wenig behaart, zu dick und zu unbeweibt bin. Also jedenfalls im Vergleich mit dem oben abgebildeten Herrn, dem das Sonnen-Getränk ganz offenbar zur ausgelassenen Beschwingtheit verholfen hat. Na gut, immerhin hat die Brühe mit 4,8 Umdrehungen genau den Alkoholgehalt, den auch ein Pils im Durchschnitt aufweist. Das ist aber auch der einzige Standard, der von dieser Unverschämtheit in Flaschen gehalten wird. Der Rest ist Schweigen. Auch nicht schlimm, demnächst gibt es wieder ein ehrliches, süffig-herbes Pils und die verbliebenen Sunnys nehme ich -hm- als Spülung für die mir verbliebenen hornigen Anhängsel.

Note to self: Hardware aus E-Weiler, eine Geschichte in Fortsetzungen. Musik: Adele, Brant Bjorg, Sting.

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