Der fatale Film

Für manche Menschen ist die Welt schwarz und weiss: Hier die Guten, dazu gehört man dann selbstverständlich selbst, dort das Böse. Das ist ja schon schlimm und dumm genug. Aber es geht natürlich noch schlimmer und dümmer. Es findet sich immer jemand, der Öl ins Feuer gießt, mögen die Motive auch unterschiedlich sein. In der ideologischen Auseinandersetzung zwischen dem extremistischen politischen Islam und den von xenophobischen Reflexen gesteuerten Nationalisten und christlichen Fundamentalisten geht es um alles mögliche, aber sicher nicht um die Verletzung des religiösen Ehrgefühls, oder die Verteidigung der westlich-demokratischen Bürgerrechte.

Hass ist leicht gesät und geht ohne allzu viel Pflege auf. Je ungebildeter und ärmer die Adressaten von Hassbotschaften sind, umso erfolgreicher werden diese Botschaften sein. Und eines muss uns dabei klar sein: Diejenigen, die diesen Hass säen, sind nicht ungebildet, nicht arm. Sie folgen einem gnadenlosen machtpolitischen Kalkül in dem die Krakeeler in den Straßen als manipulierbare Masse Drohpotentiale aufbauen sollen.

Es interessiert also gar nicht, wer der Urheber eines gewissen Schmähfilms ist. Und ProDeutschland interessiert sein Inhalt nicht. Es wird nur eine Gelegenheit gesucht, mal wieder in die gleiche Kerbe zu hauen und die heißt entweder USA=Israel=Böse, oder Islam=Islamismus=Böse. An dieser Stelle werden 98% der Weltbevölkerung am Nasenring der Blödsinnigkeit durch die Manege geführt.

Also, was machen? Ignorieren, abwinken, eine Verbotsdiskussion gar nicht erst führen, weil sie -so oder so- zum falschen Ergebnis führt: Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

Note to self: Ein wenig zu feucht. Musik: Circa Survive, Heartless, Benea Reach.

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