4tify

4tify

Es ist vollbracht! Vor fast zwei Jahren haben die ANNAs beschlossen, ein neues Album aufzunehmen, das heißt eigentlich sollte es zunächst nur eine EP sein, denn so viel bis dato unveröffentlichtes Material hatten wir gar nicht am Start. Schließlich brachten wir dann doch zehn Stücke zusammen und eine Spieldauer von mehr als 45 Minuten. Doch, das ist ein Album.

Im Grunde genommen lebt der moderne Hobbymusiker im Schlaraffenland: Noch nie war die Produktion einer Audio-CD für Amateure so einfach und bezahlbar. Unser erstes Album entstand 2004. Damals hantierte man noch mit digitalen Audio-Recordern, deren Bedienung eine Herausforderung war. Die Möglichkeiten der Nachbearbeitung waren beschränkt und für das Mastering musste man einen Profi mit einem möglichst dicken ProTools-Rack verpflichten, das in etwa den Wert eines Mittelklasse-Autos hatte. 4tify wurde mit einem günstigen Laptop, einem M-Audio-USB-Interface und einem sehr preiswerten Kopfhörerverstärker aufgenommen, gemixt und gemastert.

Warum hat der Produktionsprozess dann doch 22 Monate gedauert? Naja, wenn man nur einmal in der Woche einen Abend zur Verfügung hat, wenn man eigentlich noch nie auf Klick eingespielt hat, sondern immer dem eigenen Rhythmusgefühl gefolgt ist, wenn der Ablauf und das Arrangement von Stücken erst während der Aufnahmen entwickelt wird, dann zieht es sich eben.

Warum heißt das Album 4tify? 2009 verringerte sich die Zahl der Kohlenrocker von fünf auf vier. Vier Jahre dauerte unser Dasein als Quartett, denn inzwischen haben wir wieder Verstärkung bekommen. Und schließlich bedeutet das englische Verb „to fortify“ „bestärken“ bzw. „ermutigen“. Also drängte sich dieser Titel geradezu auf.

Am 1. Oktober startet der Verkauf des Albums, das auf 100 Exemplare limitiert ist. Sollten wir wirklich alle CDs, die für den Verkauf bestimmt sind, tatsächlich absetzen können, dann werden nicht einmal die Produktionskosten wieder reinkommen. Warum sollte es uns besser gehen, als den Profis?

Note to self: Versandtaschen, Versandtaschen. Musik: ANNA1, The Dillinger Escape Plan, Disappearer.

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