ANNAs finest

A1

Es ist ja immer schwierig gerade vergangene Ereignisse im Vergleich mit früheren Erlebnissen ins richtige Verhältnis einzuordnen. Musiker sprechen gerne von ihrem gerade erschienenen Album als dem Besten. Der gerade genossene Urlaub war der schönste und so weiter. Die frischen Eindrücke überlagern oft die älteren, wie sollte es auch anders sein.

So gesehen frage ich mich natürlich auch, ob meine Einschätzung der Wertigkeit des letzten Konzerts von ANNA1 richtig ist. Die Voraussetzungen waren eigentlich gar nicht optimal: Der neue Gitarrist ist erst ein paar Wochen dabei, in den Herbstferien waren wir nicht komplett, vorher hatten wir über Monate gar nicht zusammen gespielt, sondern unsere CD aufgenommen, der Verfasser dieser Zeilen wurde von einem hartnäckigen Infekt der Atemwege geplagt und der Soundcheck am Tag vor dem Gig verlief auch alles andere als glatt (schweigen wir darüber).

Vielleicht lag es also auch an der schwierigen Ausgangslage, dass der problemlose Verlauf des Auftritts (abgesehen von ein paar kleinen Hakeleien, die man als Hobbymusiker wohl einfach akzeptieren muss), die lockere, spaßige Stimmung innerhalb der Kapelle auf der Bühne, der wohlwollende Zuspruch aus dem Publikum und die ausgelassene Stimmung bei der After-Show-Party im pickepackevollen Proberaum bei mir eben genau den Eindruck hinterließen (der auch nach Zurückfahren des Adrenalinspiegels auf Normalniveau Bestand hat), der in der Artikelüberschrift beschrieben wird: Für mich war dieser Auftritt und das ganze Drumherum einer der Höhepunkte des Jahres und das Beste, was ich mit den Kohlenrockern bislang erlebt habe.

2003 haben wir schon einmal ein „Heimspiel“ am Gymnasium in Alsdorf gehabt. Ich kann mich noch gut an mein Lampenfieber damals erinnern (und daran, dass der Mann am Mischpult mich beim Soundcheck fragte, ob ich tatsächlich der reguläre Sänger sei, so was setzt sich fest). Das Konzert am Freitag war für mich Genuss pur, von der ersten bis zur letzten Minute, also genau so wie es sein sollte, wenn man das tut, was man am liebsten tut.

Note to self: Nur noch ein Punkt auf der Liste. Musik: Krallice, Hexvessel, Between The Buried And Me, Fink.

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