consummatum est

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Anfang des Jahres haben wir damit begonnen auszumisten, abzufahren, leer zu machen. Seit diesem Tag sind so manche Schweißtropfen (und auch ein paar Blutstropfen) geflossen. Rückblickend hätten wir wohl alle nicht gedacht, dass dieses Projekt uns so lange und intensiv beschäftigen würde. Aber wenn man der oft zitierten Binsenweisheit Glauben schenkt, nämlich dass der Weg das Ziel sei, dann haben wir dieses Ziel bis zur Neige ausgekostet.

Heute wurde ein Mietvertrag unterschrieben und bis auf ein paar minimale Restarbeiten ist der Drops gelutscht. Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, wie erleichtert ich bin. Vielleicht liegt das auch daran, dass einige sehr markante Erinnerungen für mich mit der Sanierung verbunden sind. Ein paar Begebenheiten habe ich ja schon an dieser Stelle geschildert, sei es die lustige Altmetallentsorgung, die extrem mannhaften Erfahrungen mit dem Vorschlaghammer oder meine Begegnung mit einigen ganz besonders -hm- geschmackvollen Bestandteilen der ehemaligen Wohnungseinrichtung, die jetzt Teil meiner Wohnungseinrichtung geworden sind. Aber dann war da noch der Tag, an dem ich, über und über mit Wandfarbe beschmiert, von einem unserer Mieter für einen bedauernswerten schwarzarbeitenden Rumänen (oder so) gehalten wurde. Oder einige Samstage, an denen ich, ermattet die Sportschau konsumierend, begann mit der Baumarktwerbung zu sprechen: „Mach es zu deinem Projekt!“ wurde dann mit „Hab ich längst, du Ignorant!“ beantwortet und „Keiner spürt es so wie du!“ mit „Von Kopf bis Fuß, du Sackgesicht!“. Naja.

Hier also ein paar Eindrücke vom finalen Zustand und ich erwarte von der Gesamtleserschaft mindestens ein „Boah, toll!“

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Note to self: Nach fest kommt lose. Musik: Agalloch, Fink, City & Colour, Between The Buried And Me, Alkaline Trio.

Eine Antwort auf „consummatum est“

  1. Moin! Der vorher-nachher-Effekt ist grandios! Hut ab! Ich würde mal sagen, du hast dir Urlaub verdient!!! Nur an welchen Schrauben drehst du denn jetzt schon wieder?! Mein Papa hat immer gesagt: “ Nach fest kommt über.“ Aber vielleicht sagt man das auch nur im Ruhrpott so… Die Hose würde ich übrigens partiell als Kunstwerk anbieten. Grüße!

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