Thusnelda

Am vergangen Donnerstag hat sie wohl das Licht der Welt erblickt, jedenfalls war das der Tag an dem ich sie zum ersten Mal erblickte. Thusnelda ist momentan einen knappen Zentimeter lang, die 6 Beinchen offensichtlich noch nicht ganz durchsklerotisiert. Ihren stolzen Namen hat sie von der Frau des Cheruskerfürsten Arminius geerbt und stolz sitzt sie auf ihrem Brombeerblatt, die Vorderbeine parallel vom Körper weggestreckt, so wie ihre im Vergleich riesigen Tanten und ihre Mutter. Sie erholt sich wohl immer noch von der Anstrengung des Schlüpfens, mümmelt ab und zu zaghaft am Grün und scheißt winzig kleine Küttel.

Von den hunderten von Eiern, die meine Stabheuschrecken bislang gelegt haben, ist nun also endlich eines von der sommerlichen Hitze ausgebrütet worden. Offensichtlich waren die Bedingungen in den vorangegangen Monaten doch nicht tropisch genug. Ich hoffe, dass Thusnelda noch zahlreiche Schwestern und Cousinen nachfolgen werden und gelobe, demnächst ein Foto vom Nachwuchs zu liefern. Es will sich der Begriff „Vaterstolz“ aufdrängen, der ja nun aus mehr oder weniger naheliegenden biologischen Gründen völlig daneben ist. Was solls!

Note to self: Ojemine, der Ödlizeh! Musik: Pink Floyd, Norah Jones, Nada Surf, Cake.

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