Terminal

PB

Es gab kaum eine andere Band, die mich im wörtlichen Sinne so sehr an der Wurzel fasste. Diese Band gibt es seit heute nicht mehr. Gerade (Sonntagmorgen 2:33Uhr) komme ich vom allerletzten Konzert von Parajubu nach Hause zurück. Im Grunde kann ich es immer noch nicht fassen.

Sicher, die einst vielversprechendste Kapelle aus Aachen ist bereits seit einigen Monaten Geschichte. Man hatte sich eben getrennt, wie das in so vielen Formationen vorkommt, allerdings gab es keine offizielle Verlautbarung und eben auch kein Abschiedskonzert. Das wurde heute nachgeholt, in kleiner Runde im Gehirnstürm-Raum.

Es steht mir nicht an über die Motive, oder gar die Schuld einzelner Mitglieder am Auseinanderbrechen der Combo zu spekulieren, deshalb will ich das auch nicht tun. Man sieht am Schicksal von Parajubu, wie schwierig es ist, sich mit sehr anspruchsvoller, nicht am Massengeschmack orientierter Musik am Kacken zu halten, selbst wenn diese Mucke von charismatischen und in jeder Beziehung vorzeigbaren Menschen präsentiert wird, deren musikalisches Können über jeden Zweifel erhaben ist. Das Produkt von Parajubu war aus meiner Sicht absolut einzigartig, es gibt keine andere Band, die eine derart spannungsreiche Gratwanderung von anspruchsvoller Rhythmik, kompositorischer Reife und unglaublicher Emotionalität in einen weiten dynamischen Bogen fassen konnte.

All das ist nun Geschichte. Als letzte Zugabe spielten sie eine Ballade, die auch beim allerersten Auftritt, seit dem aber nicht mehr zur Aufführung gebracht wurde. Ehrlich gesagt habe ich das eine oder andere Tränchen nicht verdrücken können. Und auch die zahlreichen Bierchen, die vorher und danach flossen, konnten die Bitterkeit nicht wirklich abmildern.

Note to self: Zu blöd fürs Online-Porto, wer nicht klicken kann, muss zahlen. Musik: Parajubu.

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