Mubu fest & Mubu woes

Zu einem stimmungsvollen adventlichen Liederabend fand man sich am Freitag Abend im Musikbunker Aachen ein.

MUBU

Entegegen der Ankündigung wurden die Lokalmatadoren von chthonian und cobe nicht von moshbox aus Düsseldorf sondern von Monstertone aus den Niederlanden unterstützt. Für Liebhaber der rauheren Töne ein verheißungvolles Programm. Entsprechend vorfreudig machte ich mich nach der Probe auf den Weg.

Die Metaller von chthonian waren bereits voll bei der Sache, als man im halbwegs gut besuchten Bunker eintraf. Sie präsentierten sich erneut spielfreudig und technisch überzeugend, gegenüber dem letzten Gig beim Gehirnstürm aber viel lockerer, ein prima Auftritt. Der einzige Kritikpunkt betrifft den Wichtigtuer am Mischer, denn der hatte wahrlich nicht seinen besten Tag. Es ist schon klar, dass der Mubu nur schwer optimal zu beschallen ist, trotzdem sollte es nicht so sein, dass man den Eindruck hat, der Schlagzeuger säße ein Gebäude weiter. Außerdem braucht Metal Schalldruck, da sollte man den Bass nicht so trocken und die Gitarren nicht noch höhenlastiger abmischen.

Etwas besser bekam er es bei den holländischen Monstertönern hin, die vor allem zeigten, dass Alter nicht vor Rock schützt. Schlagzeuger und Frontman (Gesang u. Gitarre) hätten locker die Söhne von Bassist und Axter sein können. So etwas finde ich immer klasse, das liegt vielleicht auch meiner eigenen musikalischen Sozialisation ;-). Den ersten Auftritt außerhalb der niederländischen Staatsgrenzen können die Herren jedenfalls als Erfolg verbuchen: Solider kraftvoller Southern Rock, ansprechend vorgetragen und eine sehr schöne Coverversion von Downs „Lifer“, die bei mir zu einem ersten begeisterten Ausflipper führte (Ist halt einfach eine Wahnsinnsnummer).

Als cobe begannen, war die Zeit schon ziemlich weit vorgerückt. Einerseits ist es natürlich schön, wenn die Location späte Extremlautstärken gestattet. Andererseits war es am Freitag tatsächlich so, dass ein paar Leute bereits vor dem Headliner abrauschten. Schade, denn cobe hatten Spaß, das merkte man deutlich und entsprechend gelungen war auch der Auftritt („You smile“, so geil). Der Sound kam mittelprächtig rüber (Bassdrum und Becken fast unhörbar, Bass schön präsent, Gesang fast schon zu weit vorne, Robbis Gitarre dagegen viel zu zahm), die Stimmung war aber ausgezeichnet. Dazu trugen vor allem die völlig enthemmten Kollegen (Ben und Mulle) von Ödli bei, die vor der Bühne einen 2Mann-Moshpit aufmachten und mit dem Zuruf „Außer Silke schwitzt hier keiner“ in die Bandgeschichte eingehen werden.

Tja, bis dahin war es ein schöner Abend. Und wie heißt es: Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Das hätte ich mal beherzigen sollen. Ich tat es nicht. Deshalb musste ich mich zuerst ein bisschen und dann ganz gewaltig ärgern. Zunächst fand ich es nicht nett und auch nicht angemessen, wenn man 20 Minuten nach Ende des letzten Gigs ziemlich unfreundlich aus dem Raum geworfen wird. Dass diese Aufforderung auch noch ausgerechnet von der personifizierten Unfähigkeit am Mischpult ausgesprochen wurde, machte die Sache nicht besser. Naja, man verzog sich halt in den Backstage-Bereich, um mit den Protagonisten des Abends bei Wodka und Slivo noch ein bisschen zu feiern. Was dann passierte, das werde ich hier nicht ausbreiten. Es sei nur so viel geschrieben: Man sollte wissen, wann man genug hat. Selbst gut beduselt sollte man wissen, was man sagt oder besser nicht sagt. Wenns schief geht, dann entschuldigt man sich. So gesehen hat an diesem Abend jemand richtig Glück gehabt, dass er nicht aufs Maul bekommen hat (Nein, nicht von mir), sondern nur rausgeworfen wurde und das zu recht.

Die Konsequenzen meinerseits werden morgen gezogen. Schade drum, aber nicht zu ändern.

Note to self: Wenigstens Wintersport. Musik: Schweisser – Eisenkopf.

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