Nett zwischen den Tagen

Zwar ist der letzte Weihnachtskeks noch nicht gegessen, wobei gewisse Rundungen dank Entenbraten, Semmelknödeln und Lebkuchen begleitet von Weißweinen aus den 90er Jahren und dem diesjährigen Weihnachtswhisky (Connemara, sehr lecker!) bereits zur Formulierung der berüchtigten „guten Vorsätze“ dringenden Anlass geben, doch ist das Fest der Feste inzwischen bereits Geschichte und hat Platz gemacht für die ruhige Beschaulichkeit, die wahrscheinlich für die meisten Menschen das größte Geschenk zum Jahreswechsel ausmacht.

Genau in diese Phase der Entschleunigung haben SATOSA (keine Angst, der Skidman hat immer noch keinen Account beim Gesichtsbuch) den Release ihres ersten Studioalbums hineinplatziert. Und was soll ich sagen: Es war ein extrem gelungener Abend im Wild Rover mit netten, sehr entspannten Menschen und einer fetten Packung auf die von „Stiller Nacht“ und „O Tannenbaum“ malträtierten Ohrmuscheln und Trommelfelle:

SATOSA

Die Musik des Trios lässt sich ganz gut als Stoner Rock 2.0 beschreiben: Fette Basslinien, lautmalerisches Schlagzeug, banddienliche Gitarre und der von Parajubu bereits bekannte, gleichzeitig hypnotische und kraftvolle Gesang von Savas. Die Präsentation des neuen Tonträgers, an dem die SATOSAs unter tätiger Mithilfe von Siro (Nota Falsa) fast ein Jahr gearbeitet haben, war mal wieder ein Glanzlicht in der Aachener Musiklandschaft, die mir zurzeit ein bisschen erschlafft zu sein scheint. Der Autor hatte übrigens das außerordentliche Vergnügen, die Platte seit dem zwoten Weihnachtstag quasi in Dauerrotation probehören zu dürfen. Vielleicht lag es auch daran, dass er während des Auftritts der fleißigste Mitsänger war.

Das Album „Welosthemostofus“ ist -nebenbei bemerkt- auf eine Erstauflage von 200 Stück limitiert. Interessierte sollten also schnell zuschlagen, bevor es vergriffen ist. Geboten wird ein weites Spektrum von flotten Heulern („Poss Off“, „Chiki“) über frickelige Assemblagen („Anno Domini“, „Stop Talking“) bis hin zu Stimmungsliedern im besten Sinne („Husjadaddy“, „Moonlight Queen“) und balladigen Herzerwärmern („CCC“, „Black Oxygen“).

Note to self: Verzweifeltes gegen die Kälte anheizen, da muss etwas geschehen. Musik: SATOSA, Loreena McKennitt, Cattleya.

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