Das Ende der Tour

Da haben wir den Salat. Ich gestehe freimütig, dass ich in den vergangenen Tagen die Berichterstattung zu den Alpenetappen der Tour de France mit Interesse verfolgt habe. Damit ist nun vorläufig Schluß, der positiven A-Probe von Patrik Sinkewitz sei es gedankt. Der Schritt der öffentlich-rechtlichen Sender, die Berichterstattung über die Rundfahrt vorläufig auszusetzen ist konsequent und zu begrüßen; zu wünschen wäre darüber hinaus, dass auch die Sponsoren der Profiteams ihr Engagement überprüfen und sich gegebenenfalls zurückziehen.

Klar ist aber auch: Ein Generalverdacht drängt sich angesichts der Häufigkeit der Vorfälle und Dreistigkeit der Überführten auf, eine generelle Vorverurteilung hat aber zu unterbleiben. Auch wenn man eine misanthropische Ader hat (die sich beim Blogger zwar hin und wieder regt, aber wahrscheinlich aufgrund der christlich geprägten Erziehung in einem intakten Elternhaus nicht die Oberhand behält), sollte man zunächst einmal dem Grundsatz folgen, dass ein Jeder als unschuldig zu gelten hat bis ihm seine Schuld nachgewiesen wird. Das fällt schwer. Noch schwerer fällt es, sich nicht bei den weiterhin laufenden Livetickern im Netz zu bedienen. Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Musik: Poison the Well.

0 Antworten auf „Das Ende der Tour“

  1. Hi Skidman,
    ich empfinde die Reaktion der Öffentlichen eher als scheinheilig. Solch eine Entscheidung kann man nur dadurch erklären, dass der „Entscheider“eine Behörde ist. Und die spielt sich gerade als Ankläger, Richter und Vollstrecker in einer Person, auf. So geht das nicht!
    Solange Menschen in Deutschland GEZ Gebühren bezahlen und die Tour anschauen möchten, sollte sie auch gezeigt werden!
    Und sich später darüber zu beschweren, dass die „Anderen“ die Lücke nutzen, zeugt nur von der Kurzsichtigkeit der GEZ.
    Abgesehen davon sollten alle in Aachen, die nur terrestrische Empfangsmöglichkeiten haben, ihre GEZ Gebühren nur noch unter Vorbehalt bezahlen, bis in Aachen endlich der digitale Empfand (DVB-T)möglich ist.
    Bis denne…Ciao Thomas.

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