Estrich

Schon wieder so ein merkwürdiges Wort: Estrich, in diesem Fall sogar schwimmender Estrich. Nimmt man den schweizerischen Sprachraum hinzu, wird die Angelelegenheit noch komplizierter, da wird der Estrich zum Unterlageboden und der Dachboden zum Estrich. Investiert man ein wenig Zeit weiter nachzuforschen, so erfährt man schließlich, dass dieser Ausdruck vom griechischen „óstrakon“ stammt, was soviel wie „Scherbe, irdenes Täfelchen“ heißt. Schön. Unser irdenes Täfelchen ist also gestern fertig geworden, darf vorerst nicht betreten werden und ist ein weiterer Schritt Richtung Trockenausbau.

Estrich

Zwei Fußballsiege gilt es in diesen Tagen zu feiern: Da wäre zunächst mal der epochale Triumph von Alemannia Aachen im Rheinenergiestadion zu Köln. Dem Abstieg des 1. FC in die Regionalliga steht damit aus meiner Sicht nichts mehr im Wege. Ob dann Christoph Daum, der sich nach dem Spiel in einer Art neurotischem Schub wieder einmal kräftig in die Nesseln setzte, dann immer noch Trainer in Köln ist, darf getrost bezweifelt werden. Zweitens wäre da der Sieg der Nationalmannschaft in Wembley gestern abend. Die Spielkünste der zusammengewürfelten Truppe der Spieler aus dem zweiten Glied war zwar nicht immer schön anzusehen, betrachtet man aber die peinlichen Pleiten von Italien (1-3 gegen Ungarn), der Niederlande (1-2 gegen die Schweiz) oder Portugal (1-1 gegen Armenien) und den müden Sieg der Franzosen, dann kann man sich mit einem feinen Lächeln zurücklehnen. Musik: Immer noch John Mayer

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